Kulinarische Abenteuer im Odenwald und an der Bergstraße

Was für ein Käse … kuchen

Diesen Kuchen müsst ihr gleich versuchen

Da hast du einen sensationellen Kochkäse nach dem Rezept von Chris Keylock gemacht – also nachgemacht. Und dann hast du noch ein halbes Kilo Schichtkäse übrig. Was jetzt? Noch einen Kochkäse? Nö, lieber einen Käsekuchen. Aber nicht irgendeinen. Sondern den besten aller Käsekuchen.

Es ist Jahre her als wir in einer Frankfurter Werbeagentur einen Käsekuchenwettbewerb austrugen. Alle die wollten, durften einen backen. Und alle die wollten, durften ihr Urteil abgeben. Die Siegerin, Kollegin Mareike (von Kunden durchaus auch Frau Forster genannt), präsentierte einen Käsekuchen nach dem Rezept ihrer Mutter, die das Rezept von ihrer Mutter … usw. Der Sieg war eine klare Sache, denn der Käsekuchen hatte die zwei Dinge, die ein bester aller Käsekuchen eben braucht: Ein Familienrezept und vor allem Schichtkäse.

 

Zutaten für den Teig:

  • 250 g Mehl
  • 125 g kalte Hüttenthaler Butter
  • 2 Eigelb
  • 100 g Zucker
  • 5 El. Milch
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • ein wenig Butter zum Einfetten der Backform
  • Semmelbrösel

 

Die Füllung besteht aus:

  • 500 g Hüttenthaler Schichtkäse 10%
  • 250 g Hüttenthaler Quark 40%
  • 200 g Zucker
  • 1/2 l Milch
  • 1/8 l neutrales Öl
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 1,5 Päckchen vom Vanillepuddingpulver der Sorte, die man kochen muss

 

Frisch ans Werk:

Beginnen wir mit dem Teig. Streut das Mehl auf eine Arbeitsfläche und vermengt es mit den übrigen Zutaten für den Teig. Nur die Semmelbrösel stellt ihr zur Seite. Dann knetet ihr alles mit den Händen durch bis die Masse geschmeidig ist, formt daraus eine Kugel und legt sie in Frischhaltefolie gehüllt in den Kühlschrank – und zwar für mindestens eine Stunde.

Danach bemehlt ihr eine Arbeitsfläche und rollt den Teig gerade so dünn aus, dass ihr damit eine eingefettete Springform (28 cm) auslegen könnt – also Boden und den Rand. Stecht den Teig mit einer Gabel überall ein. So wirft er keine Blasen. Jetzt verteilt ihr die Semmelbrösel auf der gesamten Teigfläche. So trennt ihr den Teig von der feuchten Käsemasse.

Gut. Widmen wir uns jetzt der Füllung. Lasst zuerst Schichtkäse und Quark abtropfen. Gebt dann alle Zutaten in eine Rührschüssel, quirlt das Gemenge schaumig und bleibt ruhig: Das Ganze wird nämlich nicht besonders fest. Die flüssige Masse verteilt ihr anschließend in der mit bebröseltem Teig ausgekleideten Springform.

Inzwischen – ihr habt ja mitgedacht – ist der Backofen auf 200 Grad vorgeheizt. Darin backt ihr jetzt den Kuchen auf der zweiten Schiene von unten für etwa 50 Minuten. Er ist goldrichtig, wenn er oben ein wenig braun wird. Schaltet den Ofen aus und lasst den Kuchen noch für rund zehn Minuten in der Röhre.

Dann endlich darf er raus an die frische Luft und tief durchatmen. Das führt dazu, dass er ein wenig abschlafft, aber das muss. Zum Schluss befreit ihr den besten aller Käsekuchen aus der Form und verteilt ihn gerecht an gierige Mäuler. Und – vergesst bloß nicht euch selbst.

 

Zum Schluss noch die kleine, ergänzende Klugscheißerei:

Was ist Schichtkäse, wird sich jetzt der ein oder die andere fragen – zumal man den heutzutage nicht mehr überall bekommt. Nun, das ist ein Frischkäse aus Kuhmilch, so eine Art Quark könnte man auch sagen. Er wird jedoch nicht vor dem Abfüllen glattgerührt oder zentrifugiert, sondern geschnitten und schichtweise in die Verpackung geschöpft. Das Besondere dabei ist, dass drei verschiedene Fettgehaltsstufen in drei Schichten übereinander geschichtet werden, was mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erheblich zur Namensgebung beiträgt – Schichtkäse eben.

 

Die Bilder hat Thomas Hobein gebacken bekommen.

(Beim Backen und Schreiben gehört: „All Things Must Pass“ von George Harrison)

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Unsere Versuchsküche für Endlich! Gutes. ist kein fixer Ort sondern wohl eher eine fixe Idee. Trotzdem! Und erst recht. Hier versuchen wir Amateure uns an der regionalen, saisonalen Küche. Auch wenn wir hier und da scheitern werden. Also seht, lest, interpretiert und probiert. Aber macht was draus. Und sagt uns was dabei herausgekommen ist.

Wichtig: Hinweise zur Verbesserung unserer Vorschläge nehmen wir gerne entgegen aber nur fast so gerne wir lobende Worte.

 

 

4 Kommentare zu “Was für ein Käse … kuchen

  1. Eric

    Der beste Käsekuchen der Welt. In der Tat…

    Vielen Dank für Euren Blog!!!

    1. Thomas Hobein

      Wir danken dir.

  2. Deers

    Der Kuchen ist absolut gelungen und wurde von mir verschenkt. Die Beschenkte hat nur lobende Worte dafür gehabt.
    In dieser Woche werde ich den Kuchen einmal für uns backen und dann berichte ich wieder

    1. Thomas Hobein

      Wir sind gespannt …

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