Kulinarische Abenteuer im Odenwald und an der Bergstraße

Der Herrngarten im Nebel

oder eine nass-kalte Mittagspause im Dezember

Um immer mal wieder dem Home-Office zu entfliehen, mache ich fast täglich auf die Socken und flaniere für ein zwei Stunden durch Darmstadt. Ohne Ziel lasse ich mich treiben, hänge meinen Gedanken nach und fotografiere, was mir vor die Kamera, das iphone oder ipad kommt. Am zweiten Freitag des Monats Dezember 2020 führt mich mein Weg in den Nebel, der den Herrngarten verwandelt.

Ich unterbreche pflichtbewusst das Bestreben meine Buchführung auf den neuesten Stand zu bringen. Mittagspause. Da muss man sich fügen. Also stülpe ich meine Mütze über, schnappe mir eine Kamera und marschiere nach draußen.

Nebel macht die Straßen trüb und den Himmel grau. Ich suche aber Farbe. Vielleicht im Herrngarten, denke ich. Also nix wie hin.

Tatsächlich verändert der Nebel hier die Landschaft, verbirgt Details und betont Formen, die sonst nicht auffallen. Ich denke an die Zeilen von Hermann Hesse „Seltsam im Nebel zu wandern …“, finde dort Motive, wo sonst nix geht und Bekanntes in neuem Licht.

Am Ende treibe ich mich fast zwei Stunden in dem Park in Darmstadts Mitte herum, dann treiben mich kalte Füße zurück an den heimischen Herd, wo eine Gemüsesuppe von mir heiß gemacht werden will. Der gebe ich mich hin und sichte dann die Bilder. Einige davon seht hier oben.

Fotografie: Thomas Hobein

(Bei der Bildbearbeitung u.a. gehört: „About Today“ von The National)

 

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