Kulinarische Abenteuer im Odenwald und an der Bergstraße

Gemüsekaltschale

Erfrischend und vegan an heißen Tage – Gazpacho
Gazpacho

Wenn dir der Songtext  „Ombre – ist das mörderr heiß hier … … VENTILATORRR“ in den Sinn kommt, dann kannst du auch alten dem Werbespruch folgen: Heute bleibt die Küche kalt … … Gazpacho aus dem Odenwald. Ok, das ist nur so halb original, dafür aber viel leckererrr.

Der oder die Gazpacho ist eine kalt servierte Suppe aus ungekochtem Gemüse. Woraus sich der Name ableiten lässt habe ich nicht herausfinden können. Aber erfunden haben sie die Mauren als weiße Knoblauchsuppe aus Gurken, Brot, Olivenöl, Essig, Salz, Wasser und eben Knoblauch. Erst als Kolumbus Paprika und Tomaten aus Amerika mitbrachte und diese Gemüse auch in der breiten Bevölkerung akzeptiert wurde, erhielt die Gazpacho ihren heutigen Charakter. Und das hat gedauert – wir wissen das ja auch von der Kartoffel – nämlich bis ins achtzehnte Jahrhundert.

Viele Rezepte dieser Suppe nennen altbackenes, eingeweichtes Brot als Zutat. Das habe ich weggelassen – also ist diese Version nicht nur vegan, sondern auch glutenfrei – wenn man, anders als ich, ein geröstetes Knoblauchbrot als Beilage weglässt.

In einem Kochbuch habe ich eine Version gefunden, die auf roten Paprika verzichtet und nur den grünen beinhaltet. Habe ich ausprobiert, aber das war mir einfach zu bitter. Nix gegen Bitternoten, aber in Verbindung mit der Süße der Roten Schote ist das entscheidend ausgeglichener.

 

Vier ordentliche Portionen Gemüsekaltschale beinhalten

  • 1 Salatgurke, geschält
  • 1 grüne Paprika, geschält und entkernt
  • 1 rote Paprika geschält und entkernt
  • 1 rote Zwiebel, grob zerteilt
  • 2 Knoblauchzehen, geschält und etwas zerkleinert
  • 1 Chili-Schote, Stilansatz entfernt
  • Salz, Pfeffer
  • 1 guter Schuss Olivenöl
  • 1 Dose geschälte Tomaten (400 g)
  • eventuell Tomatensaft

 

Mix it, Baby

Gebt alle Zutaten in den Mixer und lasst sie ordentlich durcheinanderwirbeln. Sollte eure Kaltschale dann noch zu breiig sein, verlängert sie einfach mit Tomatensaft. Schmeckt die Suppe kräftig ab und stellt sie für zwei, drei Stunden in den Kühlschrank. Wer will schon eine lauwarme Kaltschale?

Tipps: Ich lege vor dem Mixen einige Gemüsestücke beiseite, schneide sie in kleine Würfel und streue sie beim Servieren auf die Suppe. Das gibt dem Gazpacho noch eine zusätzliche Textur und sieht auch appetitlicher aus. Wem noch Kräuter fehlen, der nehme am besten Basilikum.

Ich tische dazu knusprig geröstetes Knoblauchbrot auf und einen gekühlten Rotwein oder Rosé. Der Wein sollte allerdings kein allzu empfindsamer Feingeist sein. „Ola chica,“ muss er aus dem Glas rufen und sich selbstbewusst gegen die kräftige Suppe behaupten.

Foto: Thomas Hobein

(Beim Runterschreiben des Rezeptes bei hohen Temperaturen u.a. gehört: „Monotonie“ von Ideal )

 

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