Kulinarische Abenteuer im Odenwald und an der Bergstraße

Blaue Zipfel, mol uff hessisch

Total einfach, total lecker, total regional
Zutaten für blaue Zipfel uff hessisch

Die blauen Zipfel kennt in Franken jedes Kind. Dort werden die Bratwürste traditionell in einem Sud aus Weißwein und Weinessig gekocht – wir haben das durch Apfelwein und Apfelessig ersetzt.

 

Ja, Bratwurst kann man auch kochen, obwohl sie ja nicht Kochwurst heißt. Die Dosenbratwurst (nach Norden hin übrigens so unbekannt wie hier die blauen Zipfel) ist ja auch gekocht und nicht roh, nicht wahr. Und in diesem herzhaft fruchtigen Sud wird daraus eine ziemlich leckere Angelegenheit, also sehr ziemlich sogar.

Die Idee zur hessischen Zipfel-Variante erscheint uns obwohl wohlschmeckend nicht gerade revolutionär, doch ein entsprechendes Rezept haben wir nirgendwo gefunden. Entsprechend präsentieren wir euch hier unser Original, tada.

 

Für vier Esser braucht ihr

  • 8 grobe Bratwürste
  • 600 ml Wasser
  • 250 ml Apfelwein (und so viel, wie ihr dazu trinken wollt)
  • 150 ml Apfelessig
  • 800 g Zwiebeln, geschält in dünne Ringe geschnitten
  • 250 g Möhren, geschält, in feinen Scheiben
  • 1 EL  Senfsaat
  • 1 EL Pfefferkörner
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz, etwas braunen Zucker
  • 1 Handvoll Petersilie, klein geschnitten
  • Frischer Meerrettich, wie es euch gefällt

 

Und so einfach geht es

Bringt das Wasser mit dem Apfelwein und dem Apfelessig zum Kochen. Würzt die Flüssigkeit mit Salz und etwas Zucker. Die genauen Mengen hängen dabei vom Apfelwein und dem Essig ab.

Gebt anschließend Zwiebeln, Möhren, Lorbeerblatt, Senfsaat und Pfeffer dazu. Senf und Pfeffer drückt ihr vorher im Mörser leicht an, damit sie ihre Aromen besser abgeben. Deckel drauf und für rund fünfzehn Minuten auf kleiner Flamme ziehen lassen.

Jetzt ist der Sud bereit für die Würste. Also hinein damit und für weitere fünfzehn Minuten köcheln lassen.

Richtet jetzt je zwei Würste in einem tiefen Suppenteller an und lasst sie in viel Zwiebeln, Möhren und Sud schwimmen. Streut Petersilie darüber und raspelt frischen Meerrettich über die Zipfel – so viel ihr wollt, aber uffbasse.

Blaue Zipfel, hessisch

Dazu trinkt ihr vom Apfelwein und esst ein kräftiges Landbrot, bestrichen mit guter Butter – finde ich hier besser als Laugengedöns, was aber durchaus auch geht.

Gekocht, fotografiert und aufgegessen von Thomas Hobein

(Beim Machen u. a. gehört: „Sunday Morning“ von Velvet Underground)

 

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